Wenn der Seitenstapler zum digitalen Knotenpunkt wird
In der industriellen Logistik reicht es nicht mehr, die Tragfähigkeit eines Flurförderzeugs zu betrachten. Ein Fahrzeug muss sich in begrenzten Räumen sicher bewegen, Menschen unterstützen, lange Schichten bewältigen und Informationen an die übrige Infrastruktur liefern. Die Entwicklung von Hubtex steht beispielhaft für diese Veränderung.
Der Hersteller liefert Seitenstapler und multidirektionale Fahrzeuge für Holz, Glas, Stahl und Kunststoffprofile. Paul McNally, Geschäftsführer von Hubtex UK, berichtet von Kunden, die eine Nutzungsdauer von 10 bis 15 Jahren oder mehr erwarten. Einige Geräte im Vereinigten Königreich sind seit über 30 Jahren im Einsatz. Langlebigkeit wird damit zu einem Faktor für betriebliche Resilienz.

Elektrische Plattform für lange Schichten
Hubtex setzt seit vielen Jahren auf elektrischen Antrieb. In einem durchgehenden Schwerlastbetrieb müssen elektrische Fahrzeuge jedoch nicht nur lokal emissionsarm arbeiten. Sie benötigen ebenso Leistung, Reichweite und eine Ladeinfrastruktur, die zum Schichtmodell passt. Große Lithiumbatterien und Ladesysteme sollen diese Anforderungen erfüllen.
Eine lange Einsatzdauer kann den Erneuerungsdruck auf die Flotte senken. Zugleich bietet die elektrische Architektur eine Basis für Überwachung, Assistenz und weitere digitale Funktionen. Nachhaltigkeit und Verfügbarkeit werden dadurch miteinander verknüpft.
Assistenztechnologie für Menschen und Prozesse
Bei neuen Projekten betrachtet Hubtex den gesamten Materialfluss: Wege, Lagerdichte, Sicherheitsanforderungen und Schulung. In einem bestehenden Lager unterstützte ein Führungssystem das schnellere und gleichmäßigere Einfahren in Regale. Der Kunde konnte den Durchsatz erhöhen, ohne das Gebäude zu erweitern.

Lenk- und Positionierhilfen übernehmen ausgewählte Routineaufgaben, während der Fahrer die Materialbewegung steuert. Nach Angaben des Unternehmens verkürzte sich in einem Anwendungsfall die Zeit bis zur erforderlichen Bedienkompetenz von etwa drei Monaten auf drei Wochen. Das kann Unternehmen bei der Personalsuche und beim standardisierten Einarbeiten unterstützen.
Die Anbindung an Lagerverwaltungssysteme und die kontinuierliche Datenübertragung machen den Stapler zu einem digitalen Bestandteil des Betriebs. Interesse aus den Bereichen erneuerbare Energien und Kerntechnik zeigt außerdem, dass moderne Automatisierung mit detaillierten Prüfungen und belastbarer Zuverlässigkeit verbunden werden muss.








