Skechers setzt auf skalierbare und robuste Logistikautomatisierung
Skechers baut seine europäische Logistikinfrastruktur mit einem neuen automatisierten Distributionszentrum in Lüttich aus. Technologiepartner ist Knapp. Die Anlage wird rund 230.000 m² groß sein und mehr als 3,3 Millionen Lagerplätze umfassen. Damit entsteht eines der umfangreichsten Automatisierungsvorhaben der europäischen Mode- und Schuhlogistik.
Die Inbetriebnahme ist in mehreren Phasen bis Mitte 2030 vorgesehen. Erste Lieferungen an den europäischen Markt aus dem neuen Standort sollen Ende 2028 starten. Im Zielbetrieb soll das Zentrum bis zu 10 Millionen Paar Schuhe pro Monat verarbeiten können.
Ein integriertes System statt einzelner Automationsinseln
Auslöser für die Investition sind die Kapazitätsgrenzen des bestehenden Skechers-Zentrums in Milmort. Knapp kombiniert ein großes Evo-Shuttle-System für die Kartonlagerung mit Shuttles für Nachschub und Pufferung, Goods-to-Person-Arbeitsplätzen, automatischer Palettenlagerung sowie Förder- und Sortiertechnik.
Die KiSoft-Software verbindet die einzelnen Komponenten und schafft Transparenz über die Materialflüsse. Sie soll außerdem unterschiedliche Produkt- und Kartongrößen unterstützen. Für produzierende und handelsnahe Industrieunternehmen liegt die praktische Bedeutung in der Skalierbarkeit: Mehr Aufträge können verarbeitet werden, ohne die manuellen Prozesse im gleichen Verhältnis auszuweiten.
Robustheit über den gesamten Lebenszyklus
Die Automatisierung endet nicht mit der Installation. Im Rahmen von Smart Maintenance wird Knapp vorausschauende Wartung mit einem Resident Engineering Team vor Ort verbinden. Dadurch sollen Anlagenzustand, Serviceeinsatz und Systemverfügbarkeit enger zusammengeführt werden.
Der Ansatz greift zentrale Themen von Industry 5.0 auf: Digitalisierung und Leistung werden mit Anpassungsfähigkeit und Betriebssicherheit verbunden. Ob das Zentrum diese Ziele erreicht, wird daher nicht nur vom maximalen Durchsatz abhängen, sondern auch von der Qualität der Daten, der Softwareintegration und der laufenden Instandhaltung.






