Regelungsempfehlungen für Holzverpackungen
Die EU-Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR) hat Holzverpackungen als konform anerkannt. Wiederverwendbare Holzverpackungen werden nicht mehr als Abfall behandelt — und das ist eine bedeutende Veränderung. Was bedeutet das in der Praxis für Hersteller und Endverbraucher? Rätin Edita Jogminienė (im Bild, unten), Geschäftsführerin des Herstellers und Anbieters von Holzverpackungen Analote.
Strengere Regeln für Kunststoffverpackungen
Die PPWR soll Verpackungsabfälle reduzieren, Recyclingquoten verbessern und gefährliche Materialien auslaufen lassen. Sie trat am 12. Februar 2025 in Kraft, mit vollständiger Umsetzung in allen EU-Mitgliedstaaten bis zum 12. August 2026.
Die Verordnung verändert die Funktionsweise des Verpackungsmarktes. Sie setzt strengere Nachhaltigkeits- und Kreislaufwirtschaftsstandards, mit klarem Fokus auf Abfallreduzierung, Verlängerung der Wiederverwendung von Verpackungen und effizienteres Recycling — während gleichzeitig Materialien gefördert werden, die sicher für Menschen und den Planeten sind.

Nicht überraschend ist, dass Einwegkunststoffverpackungen den steilsten Anstieg erleben. Anforderungen an recycelte Inhalte werden steigen, und Rückverfolgbarkeit sowie Meldepflichten werden verschärft. Laut Eurostat könnte die Anpassung an diese Änderungen die Logistikbranche bis zu 610 Millionen Euro kosten. Mit zunehmender Strenge der Regeln wird Kunststoffverpackung sowohl teurer als auch komplexer in der Handhabung.
Chancen für Innovationen bei Holzverpackungen
Während Unternehmen nach Alternativen zu Kunststoff suchen, werden sie natürlich vermehrt auf nachhaltigere Optionen setzen — Holzpaletten, Kisten und Karton. Wiederverwendbare Verpackungen bieten praktische Vorteile: einfachere Berichterstattung, geringere regulatorische Belastung, zuverlässigere Versorgung und ein klarerer Weg zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele.
Natürlich werden auch Hersteller und Lieferanten von Holzverpackungen Veränderungen erleben. Kurzfristig könnte die steigende Nachfrage Druck auf die Lieferketten ausüben. Es ist wahrscheinlich, dass die Nachfrage nach hochwertigen, langlebigen („schweren“) Paletten, standardisierten Systemen (wie EPAL) und Reparaturlösungen wächst.
Gleichzeitig müssen Hersteller ihr Angebot schärfen — indem sie Verpackungen auf bestimmte Produkte und Logistikanforderungen zuschneiden. Die Rückverfolgbarkeit von Holz wird ebenfalls an Priorität gewinnen. Unternehmen, die frühzeitig in Prozessverbesserungen, Automatisierung und Kundenschulungen rund um Wiederverwendung und Kennzeichnung investieren, werden am besten positioniert sein, um die Führung zu übernehmen.
Es ist noch Zeit, sich vorzubereiten. Die neuen Regeln sind anspruchsvoller, aber auch klar und gut begründet. Sie bringen die dringend benötigte Struktur in den Markt — und der Druck auf Nachhaltigkeit und Effizienz wird echtes Wachstum bei wiederverwendbaren, umweltfreundlichen Verpackungen vorantreiben.






