Lager-Elektrifizierung verbindet Energie, Daten und Menschen
Die Elektrifizierung eines Lagers ist mehr als der Austausch eines Antriebs. Elektrofahrzeuge wirken sich auf Netzanschluss, Ladefenster, Betriebssicherheit und Datenflüsse aus. Jungheinrich UK verfolgt deshalb einen Ansatz, der Fahrzeuge, Energieinfrastruktur und laufenden Service zusammenbringt.
Bei den Elektrostaplern der EFG-Baureihen 2 und 3 steht zunächst der Arbeitsplatz im Mittelpunkt. Der schmale A-Rahmen verbessert die Sicht, während Lenksäule und Armlehne an die Bedienperson angepasst werden können. Das Display befindet sich im direkten Blickfeld. Ein optionales transparentes Polycarbonatdach erhöht den Lichteinfall und den Blick nach oben. Die automatische Gabelnivellierung unterstützt eine senkrechte Mastposition auf unebenem Untergrund.

Sensorik verbindet den Stapler mit seiner Umgebung. Eine Rückfahrkamera kann Personen erkennen und die Geschwindigkeit reduzieren. Zugangskontrolle, Telematik, Anstoßüberwachung, Regalschutz und Geschwindigkeitsbegrenzung ergänzen die Sicherheitsfunktionen. Die UKMHA nennt für Großbritannien rund 1.500 schwere Verletzungen durch Gabelstaplerunfälle pro Jahr.
Energieeffizienz braucht Betriebsdaten
Das Energieinfrastruktur-Team von Jungheinrich modelliert den Verbrauch der Flurförderzeuge gemeinsam mit Beleuchtung, Büros, Elektrofahrzeugen und weiteren Verbrauchern. Je nach Standort können die Fahrzeuge 50 bis 60 Prozent des Strombedarfs eines Verteilzentrums ausmachen. Eine robuste Lösung erfordert daher nicht zwingend maximale Ladeleistung, sondern eine abgestimmte Lastverteilung.
Ein Energiemanagementsystem kann die Leistung der Ladegeräte reduzieren, sichere Grenzwerte setzen und mit einer Solaranlage zusammenarbeiten. Zusätzlich prüft Jungheinrich Speicherlösungen, um Solarstrom vom Tag in die Nacht zu verschieben. Dafür müssen Schichtpläne, Pausen, Batterien und reale Fahrzyklen gemeinsam bewertet werden.

Lebenszyklus statt Einzelkauf
Die ETV-Reachtruck-Reihe umfasst die Modelle 2i, 3i und 4i mit Blei-Säure- oder Lithium-Ionen-Batterien. Die maximale Hubhöhe beträgt 8,6 Meter, die Hubgeschwindigkeit 1,2 Meter pro Sekunde. Beim ETV2i erleichtert eine Einstiegshöhe von 42 Zentimetern häufiges Auf- und Absteigen.
Flottenmanagement, Ferndiagnose und Kundenfeedback liefern Informationen für Wartung, Verfügbarkeit und Sicherheit. Jungheinrich zufolge entstehen etwa 80 Prozent des britischen Umsatzes durch wiederkehrende Geschäfte und Vertragsverlängerungen. Der Nutzen der Elektrifizierung entsteht damit nicht nur beim Kauf, sondern durch kontinuierliche Optimierung während der gesamten Nutzungsdauer.







