Für grenzüberschreitenden E-Commerce ist zusätzliche Lagerfläche nur ein Teil der Lösung. Ebenso wichtig ist eine konsistente Steuerung von Beständen, Aufträgen und Zollprozessen über mehrere Standorte hinweg. Der Fulfillment-Anbieter FLEX. erweitert seine Infrastruktur mit dem neuen Lager OSN3 in Lotte bei Osnabrück.
Der Standort ist seit dem 1. September 2026 in Betrieb und bietet rund 5.000 m² mit Reserven für weiteres Wachstum. Zu den Leistungen gehören die Lagerung vor dem Amazon-Inbound, die Weiterleitung an Amazon-Fulfillmentzentren, die FBA-Vorbereitung, B2C- und B2B-Auftragsabwicklung, Retouren und Zollabfertigung. Mehrere operative Schritte werden damit an einem Standort gebündelt.

Gemeinsame digitale Grundlage
OSN3 nutzt das Warehouse-Management-System myFLEX, das an allen FLEX.-Standorten eingesetzt wird. Diese gemeinsame Ebene unterstützt eine einheitliche Kontrolle von Beständen und Aufträgen, auch wenn Unternehmen ihre Waren in mehreren Ländern lagern. Die Digitalisierung ergänzt somit die geografische Erweiterung der Infrastruktur.
Mit dem neuen Standort überschreitet die deutsche FLEX.-Fläche 15.000 m². OSN3 kommt zu WIL1 am JadeWeserPort in Wilhelmshaven, das 2022 eröffnet wurde, und MAG2 bei Magdeburg aus dem Jahr 2023 hinzu. Einschließlich der Anlagen in Frankreich, Polen und Großbritannien umfasst das Netzwerk nun mehr als 30.000 m².
Standortwahl unterstützt die Lieferkette
OSN3 liegt am Autobahnknoten Lotte/Osnabrück, an dem die A1 auf die A30 in Richtung Niederlande trifft. Rotterdam ist in ungefähr drei Stunden per Straße erreichbar. Außerdem befinden sich die Amazon-Inbound-Standorte in Dortmund und Werne in der Nähe. Das erleichtert die Verbindung zwischen Import, Warenvorbereitung und Weitertransport.
Der Standort ist besonders für internationale Händler relevant. Rund 95 % der FLEX.-Kunden sitzen außerhalb der EU, vor allem im Vereinigten Königreich, in den USA, Kanada, Australien und Indien. Deutschland vereint den größten E-Commerce-Markt der EU mit einer zentralen Lage auf dem Kontinent.
Seit dem 1. Juli 2026 gilt für geringwertige Sendungen aus Drittstaaten in die EU ein vorübergehender Zoll von 3 Euro je Warenkategorie. Eine Lagerstrategie innerhalb der Union kann Unternehmen helfen, bestimmte Abläufe näher am Absatzmarkt zu organisieren, ersetzt aber keine korrekte Zollabwicklung.
OSN3 steht damit für einen Ansatz, bei dem physische Kapazität und digitale Prozesskontrolle gemeinsam ausgebaut werden. Für Industrie- und Technologieunternehmen kann diese Kombination die Skalierung internationaler Vertriebsmodelle vereinfachen und zugleich die Transparenz über Warenbewegungen erhöhen.






