Für industrielle Lieferketten werden verlässliche Zolldaten zu einem wichtigen Faktor für stabile Abläufe. Der Zollsoftware-Spezialist Conex hat deshalb in Saarbrücken die Conex GmbH gegründet. Die Gesellschaft betreut den deutschsprachigen Markt und erhöht die europäische Reichweite der Gruppe auf zehn Länder.
Die Erweiterung steht im Zusammenhang mit der Zollreform der Europäischen Union und der zunehmenden Digitalisierung von Verfahren. Unternehmen, die Waren über mehrere Grenzen bewegen, benötigen Systeme, die gemeinsame Prozesse ermöglichen und gleichzeitig nationale regulatorische sowie operative Anforderungen abbilden. Conex setzt dafür auf eine anpassbare gemeinsame Anwendungsbasis.

KI für Klassifizierung und Dokumente
In Deutschland führt Conex KI-Agenten ein, die bei der tariflichen Einreihung von Waren helfen und Daten aus Handels- und Logistikdokumenten extrahieren. Die Informationen werden für die Vorbereitung von Zollformalitäten genutzt. Weniger manuelle Wiederholungsarbeit soll die Teams entlasten und die Qualität der Eingabedaten verbessern.
Damit kann ein standardisierterer Umgang mit Zollvorgängen entstehen, ohne lokale Fachkenntnis überflüssig zu machen. Informationen zu den Lösungen stellt Conex bereit. Gerade bei komplexen europäischen Lieferketten kann die Verbindung von Automatisierung und lokaler Expertise die operative Widerstandsfähigkeit unterstützen.
Europäische Plattform mit regionaler Kompetenz
Die deutsche Präsenz ist für Unternehmen aus dem Vereinigten Königreich besonders relevant. Sie können weitere Zollaktivitäten in derselben Conex-Umgebung steuern und gleichzeitig auf Unterstützung für die deutschen Anforderungen zurückgreifen. Das stärkt die Verbindung zwischen britischen Handelsströmen und dem kontinentaleuropäischen Markt.
Conex ist seit zehn Jahren im Vereinigten Königreich tätig und unterhält Tochtergesellschaften in Belgien, Irland und Dänemark. Darüber hinaus bietet die Gruppe operative und regulatorische Abdeckung in Spanien, den Niederlanden, Schweden und Norwegen. Deutschland ergänzt dieses Netzwerk um einen zentralen Industriemarkt.
Bertrand Gruson, Präsident der Conex Group, erklärte, die neue Gesellschaft verbinde mehr als 40 Jahre Branchenerfahrung mit Technologie zur Vereinfachung und Absicherung von Zollabläufen. Paul Grobler, verantwortlich für die internationale Entwicklung in Großbritannien und Irland, verwies auf gemeinsame Automatisierungstools als Unterstützung für Unternehmen mit mehreren Zollumgebungen.






