Wiederverwendbare Palettenverpackung für resilientere Abläufe
Für industrielle Unternehmen wird wiederverwendbare Transportverpackung zunehmend zu einem Bestandteil von Kosten-, Nachhaltigkeits- und Resilienzstrategien. Das südkoreanische Unternehmen Jooyeong P&S Corporation stellt mit Ecobundle ein System vor, das Einweg-Stretchfolie bei der Palettensicherung ersetzen soll. International wird es von Chempeople vertrieben.
Ecobundle besteht aus einer Abdeckung und Gurten aus hochfestem, PVC-beschichtetem Polyester. Das System ist für Standardpaletten von 950 bis 1.100 mm ausgelegt und erlaubt rund 20% Spielraum beim Ladevolumen. Das Anbringen dauert ein bis zwei Minuten. Zusätzliche Wickeltechnik oder eine spezielle Schulung sind nicht erforderlich, sodass die Umstellung ohne umfassende Anpassung des bestehenden Arbeitsablaufs erfolgen kann.
Wirtschaftlichkeit durch Wiederholung
Nach Angaben des Herstellers amortisiert sich eine Einheit nach etwa 35 Anwendungen. Bei 20 Palettenzyklen pro Monat entspricht dies ungefähr 1,7 Monaten. Für 600 Einsätze wird eine Netto-Kostenersparnis von 93% gegenüber Einweg-Stretchfolie ausgewiesen. Die Berechnung berücksichtigt eine Reserve von 20% für Verlust und Beschädigung.
Die Wartungslogik ist ebenfalls auf eine längere Nutzungsdauer ausgerichtet. Eine Einheit soll mehr als 1.000 Einsätze ermöglichen; bei Verschleiß können einzelne Bauteile ersetzt werden. Das Sortiment umfasst Standard Tarpaulin für allgemeine Logistikanwendungen, Fixed/Pallet-Anchored für den Fern- und internationalen Transport sowie Mesh für Frischware, Tiefkühlprodukte und belüftungssensible Ladungen.
Praxisdaten und regulatorischer Kontext
Ilyang Logis setzte Ecobundle 2023 in seinem Distributionszentrum Okcheon ein. Im ersten Jahr sanken die Kosten um 30%; während eines zweijährigen Pilotprojekts ging der Verpackungsabfall um 97% zurück. Mitarbeitende, die anfangs Vorbehalte hatten, bewerteten das System später als schneller und einfacher als Stretchfolie.
Über 365 Anwendungen soll Ecobundle die CO₂-Emissionen um 95% reduzieren und pro Palettenzyklus 650 g Kunststoffabfall vermeiden. Eine Polypropylen-Variante in transparenten und farbigen Ausführungen soll die relevanten PPWR-Materialanforderungen ab August 2026 erfüllen. Damit adressiert die Lösung auch das EU-Ziel, bis 2030 mindestens 40% der Transportverpackungen wiederverwendbar zu machen.






