Robotik macht Guess-Fashion-Logistik skalierbar

Robotik macht Guess-Fashion-Logistik skalierbar

In der Fashion-Logistik müssen automatisierte Anlagen mit hoher Sortimentsvielfalt und wechselnden Nachfrageprofilen umgehen. Für Guess hat GXO deshalb im niederländischen Venlo ein System in Betrieb genommen, das nicht nur den Durchsatz steigern, sondern auch unterschiedliche Betriebsphasen abbilden soll.

Die Exotec-Skypod-Anlage verfügt über 127 Roboter und 60.000 Lagerplätze. An acht Goods-to-Person-Stationen werden die benötigten Artikel zu den Mitarbeitenden gebracht. Ein 200 Meter langes Fördertechniknetz verbindet Lager, Kommissionierung und Versand. Die tägliche Leistung ist auf etwa 40.000 bis 70.000 Teile ausgelegt; in Spitzenzeiten können bis zu 2.200 Auftragszeilen pro Stunde verarbeitet werden.

Flexible robotics targets the volatility of fashion logistics

Skalierbarkeit als Resilienzfaktor

Bei schnell wechselnden Kollektionen ist eine fest definierte Kapazität nur begrenzt zukunftsfähig. Die Anlage in Venlo soll deshalb wachsende Mengen und saisonale Spitzen aufnehmen, ohne dass der komplette Materialfluss neu konzipiert werden muss. Das schafft zusätzliche Spielräume für ein Geschäft, in dem Nachfrage und Sortiment nicht konstant bleiben.

Exotec integrierte automatisierte Lagerung, Warenbereitstellung, Fördertechnik und weitere Spezialausrüstung in einer gemeinsamen Plattform. GXO und Exotec entwickelten die Konfiguration nach den konkreten Anforderungen von Guess. Der Ansatz soll manuelle Kommissionierwege reduzieren und den Ablauf zugleich stabiler und planbarer machen.

Unterstützung für Filialen und Direktgeschäft

GXO übernimmt am Standort den Wareneingang sowie zusätzliche Leistungen wie Qualitätskontrolle und Kleidungsaufbereitung. Beliefert werden Guess-Filialen in EMEA und Asien. Außerdem wird die Abwicklung von Online-Bestellungen für die Benelux-Länder in die Operation aufgenommen.

Damit entsteht eine gemeinsame logistische Basis für Filialnachschub und Direktkundenaufträge. Nach Angaben von GXO läuft der Betrieb seit der Inbetriebnahme strukturierter und verlässlicher. Im Sinne von Industry 5.0 zeigt das Projekt, dass Automatisierung besonders dann resilient wirkt, wenn sie an die tatsächliche Variabilität eines Prozesses angepasst wird, statt nur einzelne manuelle Tätigkeiten zu ersetzen.

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