Smart Yard soll Ferrovalle-Terminal widerstandsfähiger machen
Ferrovalle startet am Intermodalterminal in Mexico City ein Smart-Yard-Projekt. Die Plattform Syncrotess Optimization Plus von Inform soll ab Juni 2027 die Planung von Stellplätzen, Geräten und Zugoperationen unterstützen. Dabei setzt der Betreiber auf eine Ergänzung der bestehenden IT statt auf deren Ablösung.
Syncrotess wird Daten aus dem Terminalbetrieb verarbeiten und laufend Empfehlungen für Containerpositionen, Geräteeinsatz sowie das Be- und Entladen von Zügen aktualisieren. Das kann die heute noch stark manuell geprägte Disposition vereinheitlichen, ohne die Erfahrung der Planer aus dem Prozess zu entfernen.
Automatisierung für begrenzte Ressourcen
Die Intermodalsparte von Ferrovalle bewegte 2025 etwa 550.000 TEU. In der ersten Phase werden acht RTG-Krane, vier Reachstacker und 14 Terminalzugmaschinen einbezogen. Yard Optimizer, Crane Optimizer, Vehicle Optimizer und Train Load Optimizer sollen gemeinsam den Durchsatz erhöhen, den Anteil abrechenbarer Bewegungen verbessern und die Serviceziele für Lkw sowie Züge unterstützen.
Freigaben und Datenflüsse im selben Modell
Die hybride Architektur tauscht Zugbildungsdaten, Ladepläne, Containerstatus, Freigaben und operative Aktualisierungen mit dem TOS aus. Sie muss dabei sowohl zollabgefertigte als auch kontrollierte Bereiche sowie unterschiedliche Abläufe für maritime und grenzüberschreitende Container abbilden.
Prüf- und Ladezonen werden über automatische Zugmaschinenzuweisungen in die Abläufe integriert. Eine Verbindung zum Equipment Control System ermöglicht die Gewichtskontrolle während regulärer Kranhübe. Dadurch entfällt ein separater Wiegeschritt. Vor der Freigabe zur Zugverladung prüft das TOS von Ferrovalle die erforderlichen Zoll- und Dokumentenfreigaben. Der Train Load Optimizer erstellt anschließend einen Vorschlag auf Basis verfügbarer Container, Zugkonfiguration, betrieblicher Grenzen und Freigabestatus.
Planer können die automatisch erzeugten Pläne weiterhin anpassen. Diese Kombination aus Optimierung und menschlicher Entscheidungshoheit entspricht einem praxisnahen Automatisierungsmodell für komplexe Industrieprozesse. Die Vereinbarung wurde Anfang September 2026 unterzeichnet; die Inbetriebnahme soll rund neun Monate später erfolgen.






