Palettenmanagement stärkt resiliente Industry-5.0-Prozesse

Palettenmanagement stärkt resiliente Industry-5.0-Prozesse

Industry 5.0 wird häufig mit Robotik, Daten und der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine verbunden. Die Widerstandsfähigkeit eines Produktionssystems hängt jedoch ebenso von den physischen Ladungsträgern ab. Fehlende oder beschädigte Paletten können Materialflüsse unterbrechen, manuelle Arbeit erschweren und automatisierte Anlagen gefährden.

Ein kontrollierter Kreislauf schafft hier eine vergleichsweise einfache, aber wirkungsvolle Struktur. Wiederverwendbare Paletten bleiben auf definierten Routen und werden an festgelegten Punkten zurückgeführt. Kunststoffpaletten benötigen zunächst mehr Kapital, können bei täglicher Nutzung aber bis zu zehn Jahre eingesetzt werden. Holzpaletten halten häufig nur zwei bis drei Jahre, während Verluste laufende Ersatzkäufe auslösen.

Why pallet control matters to Industry 5.0 operations

Interner Kreislauf bei Kimal

Der britische Hersteller medizinischer Produkte Kimal transportierte Waren aus seinem Reinraumbetrieb in Bromsgrove zu einer externen Sterilisation auf Holzpaletten im Euroformat. Da die meisten Einheiten nicht zurückkamen, kaufte das Unternehmen etwa 250 Paletten pro Woche. Die jährlichen Ausgaben beliefen sich auf rund 80.000 Pfund. Brüche und Splitter erhöhten gleichzeitig das Risiko für Beschäftigte und automatisierte Technik.

Heute nutzt Kimal 1.095 Schwerlastpaletten aus vollständig recyceltem HDPE. Ihr offenes Deck lässt Sterilisationsgas passieren. Die Paletten bewegen sich von der Produktion zur Sterilisation und anschließend zum Vertriebszentrum in Worcester. Nach der Rückkehr werden sie wieder in den internen Kreislauf eingebracht; für die Kundenauslieferung kommen günstigere Holzpaletten zum Einsatz.

Konkrete Effekte auf Kosten und Nachhaltigkeit

Im ersten Jahr sparte Kimal nach Einrechnung der Einführung und zusätzlichen Ausstattung etwa 20.000 Pfund. Für die folgenden Jahre werden rund 84.000 Pfund jährliche Einsparung erwartet, einschließlich Wartung und Ersatz. Die Palettenbeschaffung wurde von wöchentlichen Lieferungen auf eine jährliche Sendung umgestellt. Daraus soll eine CO₂-Minderung von 1.200 kg pro Jahr entstehen.

Mit rund 16 kg sind die Kunststoffpaletten zudem 10–14 kg leichter als die Holzversionen. Das verringert die körperliche Belastung und unterstützt einen verlässlicheren Betrieb an der Schnittstelle von Mensch und Automatisierung. Das von Go Plastic Pallets bereitgestellte Beispiel zeigt, wie Industry-5.0-Ziele durch besseres Management einfacher Betriebsmittel praktisch umgesetzt werden können.

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