Jadlog verbindet flexible Sortierung mit nachhaltiger Skalierung
Mit dem Wachstum des Onlinehandels steigen die Anforderungen an Paketzentren. Mehr Durchsatz darf nicht automatisch zu mehr Fläche, manueller Arbeit und ineffizienter Ressourcennutzung führen. Jadlog hat deshalb in São Paulo ein automatisiertes Hub eröffnet, das schnelle Sortierung mit einer für den weiteren Netzausbau ausgelegten Infrastruktur verbindet.
Die Investition beläuft sich auf mehr als 200 Millionen brasilianische Real. In Spitzenzeiten kann die Anlage bis zu 16.500 Sendungen pro Stunde verarbeiten. Fives lieferte den GENI-Belt-Sorter mit sechs Zuführlinien und knapp 300 Zielstellen. Da Pakete und kleinere Sendungen auf derselben Anlage bearbeitet werden, erhält Jadlog zusätzliche Flexibilität bei gemischten Sendungsströmen.

Systemleistung statt Einzelkennzahl
Das Hub umfasst rund 20.000 m², 87 Verladetore, etwa 2.000 m² Bürofläche auf einer Zwischenebene und 5.000 m² unterstützende Bereiche. Für industrielle Betreiber zeigt das Projekt, dass reale Kapazität aus dem Zusammenspiel von Zuführung, Sortierung, Ausgängen und Verladung entsteht und nicht allein aus der Geschwindigkeit des Sorters.
Jadlog zufolge haben sich die Volumina seit der Übernahme durch Geopost verzehnfacht. Das Unternehmen betreibt mehr als 500 Franchise-Standorte, 17 Niederlassungen und über 4.000 Pick-up- und Drop-off-Punkte. Das neue Zentrum soll die Servicequalität und die Planbarkeit des landesweiten Netzwerks verbessern.
COO Fernando Gasparini bezeichnete die Anlage als strategischen Schritt zu mehr Automatisierung, Kapazität und Vorhersagbarkeit. Die Einweihung fand am 7. Mai 2026 mit Vertretern von Jadlog, Geopost und Fives statt.
Referenz für die regionale Expansion
Fives Intralogistics bezeichnet das Projekt als erste Geopost-Installation in Lateinamerika. Es folgt auf ein Projekt mit DPD Portugal und soll die Skalierbarkeit der Technologie in einem wachsenden regionalen Netzwerk zeigen.
Auch Nachhaltigkeitsziele wurden berücksichtigt. Die Infrastruktur soll Umweltwirkungen begrenzen, Ressourcen effizienter nutzen und Emissionen senken. Das ist für einen Betreiber mit mehr als 2.300 Lastkraftwagen und Anhängern sowie 4.700 Nutzfahrzeugen besonders relevant: Effizienz muss über die Sortieranlage hinaus im gesamten Netzwerk wirken.






