Industrie 5.0 in der Logistik: Resilienz vor Technologieeffekt

Industrie 5.0 in der Logistik: Resilienz vor Technologieeffekt

Wenn über industrielle Innovation gesprochen wird, stehen häufig KI, Robotik und neue Plattformen im Mittelpunkt. Die Logistik setzt einen wichtigen Gegenakzent: In einem vernetzten Betrieb entsteht Resilienz zuerst durch verlässliche Prozesse und Informationen. Ein einzelner Fehler bei Daten oder Übergaben kann die gesamte Kette belasten.

Logistikunternehmen verfügen längst über digitale Lösungen für Lager, Transportplanung, Unternehmenssteuerung und Kundenkommunikation. Diese Systeme wurden jedoch oft zu unterschiedlichen Zeitpunkten eingeführt, etwa während des Wachstums oder nach Übernahmen. Die Schnittstellen zwischen ihnen werden damit zu einem zentralen operativen Risiko.

The Industry 5.0 lesson from logistics: resilience before spectacle

Fortschritt beginnt mit Verbindung

Eine Befragung von 150 leitenden Technologieverantwortlichen aus Logistik und Supply Chain, die im NashTech-Bericht Differentiating with Custom Software in Supply Chain and Logistics ausgewertet wird, bestätigt diesen Fokus. 43 % nannten eine bessere Integration bestehender Systeme als wichtigen Grund für Individualsoftware. Innovation oder Differenzierung war für 33 % der wichtigste Anlass.

Das passt zum Leitbild der Industrie 5.0: Technologie soll Menschen unterstützen, Kontinuität sichern und bessere Entscheidungen ermöglichen. Eine gezielte Integrationslösung kann Daten vereinheitlichen, manuelle Ausnahmebearbeitung reduzieren und Übergaben verbessern, ohne die gesamte IT-Landschaft zu ersetzen. NashTech ordnet Individualsoftware in diesem praktischen Zusammenhang ein.

KI folgt dem betrieblichen Bedarf

Der Einsatz von KI macht die Bedeutung dieser Grundlagen deutlich. 71 % der befragten Technologieführer erwarten, dass eine stärkere KI-Nutzung die Entwicklung von Individualsoftware erheblich beeinflussen wird. Gleichzeitig hatten 46 % Probleme bei der Integration fortgeschrittener KI in ältere Systeme; 44 % verweisen auf fehlende interne Kompetenzen.

Industrieunternehmen sollten daher mit der wiederkehrenden Einschränkung beginnen: einem problematischen Lagerübergang, einer Lieferausnahme oder mehrfacher manueller Datenabstimmung. Danach kann entschieden werden, ob KI, Automatisierung, Integration oder eine einfachere Prozessänderung sinnvoll ist.

Resiliente Digitalisierung bedeutet nicht, möglichst viele Technologien einzusetzen. Sie bedeutet, die operative Leistung zu stärken, ohne neue unnötige Komplexität zu schaffen.

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