Digitale Lieferkettenverbindung

Digitale Lieferkettenverbindung

Egal, ob es um Autopflege, Autozubehör, elektrische Installationsmaterialien oder E-Bikes geht – MarkenTechnikService (MTS) stellt sicher, dass Produkte zuverlässig bei den Kunden ankommen. Das Unternehmen schafft mit Hilfe der OSCA SCM-Software Transparenz in der Lieferkette.

Ob im Urlaub oder im Alltag, Millionen von Verbrauchern vertrauen auf Produkte der MTS-Gruppe. Mit ihren starken Marken NIGRIN, FISCHER, UNITEC und cartrend deckt die Gruppe nahezu alle Aspekte von Mobilität und Technologie ab.

Mit einem so vielfältigen Portfolio ist MTS in nahezu allen Vertriebskanälen vertreten: in Baumärkten, Fach- und Großhandelsgeschäften, Hypermarkets und Discountketten – sowie auf allen führenden Online-Plattformen. „Drei Viertel unseres Umsatzes stammen aus stationärem Einzelhandel, ein Viertel wird über E-Commerce generiert – sowohl über unseren eigenen Webshop als auch über große Onlinehändler“, erklärt Helge Jager, Leiter Supply Chain bei MTS.

Heute umfasst das Gesamtportfolio mehr als 20.000 Artikel, die in ganz Europa verteilt sind. Die Beschaffung erfolgt hauptsächlich innerhalb der EU, während Private-Label-Produkte größtenteils aus Asien bezogen werden. Um eine zuverlässige und schnelle Produktverfügbarkeit zu gewährleisten, betreibt die Gruppe Logistiknetzwerke mit mehr als 80.000 Palettenplätzen an vier Logistikstandorten. Die größten Anlagen befinden sich in Radevormwald im Bergischen Land und in Malsch bei Karlsruhe. Fahrräder und E-Bikes werden in einem speziellen Verteilzentrum gelagert, um effiziente Prozesse und höchste Lieferqualität sicherzustellen.

Seit vielen Jahren vertraut die MTS-Gruppe auf ihr Warenwirtschaftssystem, um die eingehende Lieferkette zu steuern. „Allerdings hatte dieser Ansatz einen großen Nachteil – wir konnten den Versandprozess im System nicht nachverfolgen. Das bedeutete, dass wir erst nach Abweichungen vom Plan reagieren konnten“, erklärt Jager. Das führte manchmal zu Verzögerungen von bis zu zwei Wochen. Das hat sich nun geändert. Ende 2021 begannen der Supply Chain-Manager und der CIO, nach SCM-Software zu suchen, um die Lieferkette besser zu steuern und die Transparenz im Eingangsprozess zu erhöhen.

Das Team bewertete insgesamt zehn Lösungen. „Wir haben uns für OSCA entschieden, weil es eine vollständig integrierte, gut etablierte Lösung ist, die alle Partner entlang der Lieferkette verbindet, wobei jeder Prozessschritt im System dokumentiert wird. Zum Beispiel können Mitarbeiter, die während des Urlaubs einspringen, leicht sehen, wie sich die Bestellhistorie entwickelt hat, ohne in alten E-Mails suchen zu müssen“, sagt Jager. „Komplexität kann nur durch standardisierte Lösungen bewältigt werden – OSCA ist ein Paradebeispiel dafür“, ergänzt CIO Moritz Gütermann.

Der CIO und sein Team verfolgten einen strategischen, phasenweisen Ansatz bei der Implementierung der SCM-Software. Zunächst wurden alle Lieferanten in Asien integriert, gefolgt vom Spediteur. Rund 220 Lieferanten aus Deutschland und der EU liefern direkt an die Logistikanlagen, kostenlos und ohne Verbindung zu OSCA. Heute nutzen etwa ein Dutzend Mitarbeiter der MTS-Gruppe OSCA – nicht nur Versandmitarbeiter, sondern auch Lager- und Buchhaltungspersonal.

Immer auf Lager

Laut Jager verlief die Implementierungsphase sehr reibungslos, selbst bei der Vielzahl der Partner, die schnell integriert werden mussten. Eine Herausforderung war, dass einige Partner nur einen kleinen Teil der rund 1.500 jährlichen Sendungen abwickeln und zusätzliche Schulungen benötigten. „Für diese Fälle waren die etwa ein Dutzend kurzen Tutorial-Videos von Setlog eine ideale Lösung“, sagt Jager.

Für Setlog-Geschäftsführer Guido Brackelsberg ist die MTS-Gruppe ein Paradebeispiel dafür, wie moderne Handelsunternehmen mit globaler Beschaffung sich für die Ära der Hochleistungslogistik positioniert haben. „In dieser hochkompetitiven Branche trennt eine digitalisierte Lieferkette die Führenden von den Nachzüglern“, betont er.

Jager kann sich kaum noch vorstellen, ohne OSCA zu arbeiten: „Das System schafft Klarheit bei hochkomplexen Prozessen, fördert das Vertrauen aller Partner und ermöglicht Echtzeit-Entscheidungen auf Datenbasis.“ Trotz vieler anderer IT-Projekte auf seiner Agenda denkt er bereits darüber nach, ein weiteres OSCA-Modul – das Qualitätsmanagement – hinzuzufügen.

Der durchschnittliche Fahrer erkennt selten, was hinter den Kulissen bei der MTS-Gruppe passiert. Dennoch profitieren sie direkt von der verstärkten Digitalisierung der Lieferkette des Unternehmens – das gesuchte Produkt ist immer vorrätig und sofort zum Kauf bereit.

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