Spezialversand für französische Nuklearanlage
In Staffordshire ansässiges Spezialschifffahrtsunternehmen Robert Wynn and Sons Ltd. hat erfolgreich einen Rotorwechsel für das Kernkraftwerk Paluel durchgeführt, bei dem ein Rotor und sein Ersatz zwischen Frankreich und den Niederlanden transportiert wurden.
Die einzigartige Schwerlast-Ro/Ro-Hochsee-Lastenfähre Terra Marique lud einen 236-Tonnen-Rotor — transportiert auf einem 72-Tonnen-Anhänger — in Fécamp für den Weitertransport nach Rotterdam. Sobald sie in Rotterdam ankam, wurde der Rotor mit einem Hafenkran abgehoben und direkt auf die Flussfähre ‚Meander‘ für die Weiterfahrt übertragen.
Ein zweites Flussboot ‚Expecto‘, das den Ersatzrotor mit 220 Tonnen trug, kam ebenfalls an und wurde mit einem Kran auf den Kai entladen, bevor es auf die Terra Marique gehoben wurde, wo Robert Wynns’ Crew die Ladung sicherte und befestigte, bevor die Rückfahrt nach Fécamp antrat.
Das Projekt war nicht ohne Herausforderungen. Bei der Ankunft in Fécamp mit dem neuen Rotor verhinderte eine vorübergehende Störung der Schwenkbrücke des Hafens die geplante Durchfahrt. Um den Zeitplan einzuhalten, führte die Terra Marique eine nächtliche Manöver durch, durch den Bassin de Mi-Marée mit Zentimeter-Abständen in den Bassin Freycinet.

Die Durchführung der genauen Operation bei Dunkelheit brachte zusätzliche navigations- und betriebliche Herausforderungen mit sich, doch das Schiff und die Crew schafften es erfolgreich, bevor sie am nächsten Morgen die Entladung durchführten. Nach der Neupositionierung endseitig am Kai wurde das hydraulische Straßen- und Ballastsystem des Schiffes für eine nahtlose Ro/Ro-Entladung des Ersatzrotors konfiguriert, bereit für den Weitertransport zum Kernkraftwerk Paluel.
Im Auftrag der Ziegler Group koordinierten die Ingenieure und die Crew von Robert Wynn & Sons die Beladung, das Heben und die Ro/Ro-Elemente des Projekts zusammen mit Partnern in Rotterdam und Fécamp.
Der Geschäftsführer von Robert Wynn & Sons, Andy Manners, kommentierte: „Dieses Projekt zeigte nicht nur die Vielseitigkeit der Terra Marique, sondern auch die Fähigkeiten und die Anpassungsfähigkeit aller Beteiligten. Während wir Ladungen in Fécamp schon oft geladen und entladen haben, war dies das erste Mal, dass wir den 17,5 m breiten Eingang in den Bassin Freycinet bei Dunkelheit durchquerten. Unter eigener Kraft mit solch engen Freiräumen zu navigieren, war eine Herausforderung, aber eine, die unser Team gemeistert hat. Unser Dank gilt unserem Kunden Ziegler und allen Partnern für ihr Engagement, um sicherzustellen, dass beide Rotoren sicher und termingerecht geliefert wurden.“




