Würth Australia verbindet AutoStore mit flexibler Distribution
Würth Australia baut an den Standorten Yatala in Queensland und Keysborough in Victoria eine neue Fulfillment-Struktur auf. Gemeinsam mit Dematic verbindet das Unternehmen automatisierte Lagerung, manuelle Kommissionierung und digitale Steuerung zu einem durchgängigen Prozess.
Der Distributor liefert mehr als 22.000 Produkte an über 56.000 aktive Kunden. Zu den Abnehmern gehören Unternehmen aus Automotive, Transport, Bau, Bergbau, Fertigung und Instandhaltung. Die große Artikelvielfalt ist deshalb ein wesentlicher Faktor bei der Auslegung der Lösung.

Hybrid statt Einheitsprozess
Im Mittelpunkt steht ein AutoStore-System nach dem Goods-to-Person-Prinzip. Es ermöglicht eine hohe Lagerdichte und unterstützt sowohl die Kommissionierung einzelner Positionen als auch kompletter Kartons. Für Artikel mit anderen Abmessungen oder besonderen Handhabungsanforderungen sind separate manuelle Bereiche vorgesehen.
Die Kombination soll verhindern, dass sämtliche Waren durch denselben Prozess geführt werden müssen. Nach der Kommissionierung durchlaufen die Aufträge automatisierte Förderstrecken, Dokumenteneinlage, Kartonoptimierung, Verschließung und Kennzeichnung. Anschließend werden sie für den Versand sortiert.
Das Warehouse Control System von Dematic übernimmt die Koordination von Aufgaben und Anlagen und wird mit dem Lagerverwaltungssystem von Würth Australia verbunden. Damit sollen automatisierte und manuelle Abläufe enger aufeinander abgestimmt und Warenbewegungen besser gesteuert werden.
Skalierbarkeit als Ziel
Serge Oppedisano, CEO von Würth Australia und Senior Vice President der Würth Group Oceania, betonte die Bedeutung vollständiger und korrekter Lieferungen. Die Investition soll außerdem die Bestandsverwaltung und den Produktfluss im nationalen Netzwerk stärken.
Die Inbetriebnahme in Yatala ist für August 2027 geplant, der größere Standort Keysborough soll im Dezember 2027 folgen. Für industrielle Distributoren zeigt das Projekt einen pragmatischen Weg: Automatisierung wird dort eingesetzt, wo sie Vorteile bringt, während manuelle Kompetenz für weniger standardisierte Aufgaben erhalten bleibt.





