Virtuelle Inbetriebnahme von Antriebs-Digitalzwillingen

Virtuelle Inbetriebnahme von Antriebs-Digitalzwillingen

NORD bietet jetzt digitale Zwillinge für die Systementwicklung an. Basierend auf einer myNORD-Konfiguration ist es jetzt möglich, individuell erstellte Antriebssysteme als Simulationsmodelle anzufordern. Dies ermöglicht es Ingenieuren, bereits in der Planungsphase zu überprüfen, ob das Antriebskonzept für das System geeignet ist. Virtuelle Inbetriebnahmen verkürzen die Projektzeit erheblich – auch bei komplexen Systemen.

Seit der Veröffentlichung des FMI (Functional Mock-up Interface) technischen Standards im Jahr 2010 wird es immer üblicher, mit Simulationsmodellen in der Systemplanung zu arbeiten. NORD DRIVESYSTEMS nutzt ebenfalls datenbasierte Simulationen für die Entwicklung seiner Komponenten und Antriebslösungen. Der Systemanbieter nutzt dieses Know-how nun, um seinen Kunden bereits in der Planungsphase eine höhere Effizienz und Verfügbarkeit ihrer Antriebssysteme zu ermöglichen, indem er einen digitalen Service anbietet: Mit digitalen Zwillingen seiner Antriebe ermöglicht NORD virtuelle Inbetriebnahmen.

Einfache Online-Konfiguration

Benutzer können Antriebssysteme oder Komponenten für ihre Anforderungen wie gewohnt über das myNORD-Kundenportal konfigurieren. Sie wählen Komponenten und deren Merkmale wie Leistung, Montageoptionen oder Ausgänge aus. Anschließend können sie ein Simulationsmodell für das vollständig konfigurierte Antriebssystem anfordern. Der Prozess wurde von NORD in Zusammenarbeit mit dem Software-Unternehmen Machineering aus München entwickelt, das auf virtuelle Inbetriebnahmen spezialisiert ist.

Nur wenige Wochen bis zur tatsächlichen Inbetriebnahme

Der Vorteil dieser digitalen Zwillinge der NORD-Lösungen ist die deutlich schnellere Verfügbarkeit des gesamten Systems. Die Simulationsmodelle werden in ein ähnlich simuliertes System eingebunden. In dieser Umgebung können die Antriebskonfigurationen ausgiebig getestet werden. Bei Bedarf können Anpassungen leicht anhand der Daten umgesetzt werden. Fehler können in den frühen Entwicklungsphasen behoben werden, um potenzielle spätere Schäden zu vermeiden. Erst wenn das virtuelle Antriebssystem vom Kunden validiert wurde, wird es von NORD gefertigt und geliefert. Da die Antriebe zu diesem Zeitpunkt bereits funktional in die Systemsteuerung integriert sind, ist eine tatsächliche Inbetriebnahme in sehr kurzer Zeit möglich. Der gesamte Prozess von der Konfiguration bis zur Inbetriebnahme wird von mehreren Monaten auf nur wenige Wochen verkürzt.

Hochleistungsfähig

Die virtuelle Inbetriebnahme von Antriebssystemen ist besonders interessant für technisch anspruchsvolle Lösungen. Daher legt NORD besonderen Fokus auf Komponenten, die eine entscheidende Rolle bei der Automatisierung von Produktionsprozessen spielen. Der Hersteller startet die virtuelle Inbetriebnahme mit seinem Angebot an Hochleistungs-IE5+ und IE4 Motoren sowie den entsprechenden Getriebeeinheiten und Frequenzumrichtern. Simulationsmodelle werden dann schrittweise auch für andere Produktbereiche von NORD verfügbar sein.

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