Kave Home verbindet Lagerautomatisierung mit flexibler Robotik

Kave Home verbindet Lagerautomatisierung mit flexibler Robotik

Der Einrichtungshändler Kave Home plant in Tordera bei Barcelona ein neues Logistikzentrum, das verschiedene Automatisierungstechnologien in einer gemeinsamen Prozessarchitektur verbinden soll. Für die Umsetzung wurde TGW Logistics ausgewählt. Der Start ist für Ende 2028 vorgesehen.

Die besondere Anforderung des Projekts liegt in der Sortimentsbreite. Kave Home bewegt Packstücke von 400 x 300 mm ebenso wie sperrige Produkte bis 2.400 x 1.200 mm. Die Automatisierung muss daher nicht nur hohe Mengen bewältigen, sondern auch unterschiedliche Warenprofile ohne unnötig getrennte Abläufe verarbeiten.

Ein durchgängiger Materialfluss

Vorgesehen sind Miniload-Technik, automatisierte Hochregallager, autonome mobile Roboter und automatische Palettierung. Bestände aus dem Miniload-Bereich, dem Palettenlager und dem Doppelpalettenlager werden in einer zentralen Palettierzone zusammengeführt. Damit entsteht ein gemeinsamer Übergang von den unterschiedlichen Lagerbereichen in Richtung Versand.

Fördertechnik verbindet die Teilbereiche. Kartesische Roboter übernehmen Palettier- und Depalettieraufgaben, während Quba-Mobilroboter Paletten und Rollbehälter bewegen. Die automatisierten Lager können bis zu 25 Meter hoch sein. Ergonomische Kommissionierplätze mit automatischem Palettieren und Wickeln sollen die abschließenden Arbeitsschritte unterstützen.

Wachstum mit einheitlicher Betriebslogik

Das Zentrum soll bis zu 21.000 Pakete täglich verarbeiten und 93.000 Palettenstellplätze bereitstellen. Damit würde sich die derzeitige Lagerkapazität von Kave Home mehr als verdoppeln. Die zusätzliche Infrastruktur soll die internationale Expansion absichern und gleichzeitig die Abwicklung über Onlinehandel, Filialen und B2B vereinheitlichen.

Kave Home hat seinen Sitz in Girona, ist in mehr als 80 Ländern aktiv und verfügt über mehr als 100 Verkaufsstellen. Für das Unternehmen kann die integrierte Plattform eine größere operative Basis schaffen, ohne die verschiedenen Vertriebskanäle voneinander zu entkoppeln.

Erwartet werden schnellere Lieferungen und eine höhere Kommissioniergenauigkeit. CEO Francesc Julià bezeichnete TGW als wichtigen Partner. Nach Angaben von TGW arbeiten die Unternehmen seit mehreren Monaten an dem Konzept.

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …