Resiliente industrielle Abläufe entstehen nicht allein durch mehr Automatisierung. Auch scheinbar kleinere Prozessschritte müssen Änderungen verkraften können. Die industrielle Etikettierung gehört dazu: Sie überträgt digitale Informationen auf Waren und Verpackungen und verbindet damit Software, Mitarbeiter und physische Materialflüsse.
Das neue E-Book Rethinking Industrial Labelling, das gemeinsam mit Toshiba Tec entstanden ist, untersucht diese Rolle. Peter MacLeod von Logistics Business spricht mit Fachleuten von Toshiba Tec über native PDF-Ausgabe, automatische Druckerspracherkennung und eine weniger aufwendige Systemintegration.
Wenn sich Anforderungen verändern
Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Robustheit bleiben zentrale Eigenschaften industrieller Drucker. In einem vernetzten Lager müssen Geräte jedoch auch mit mehreren Lagerverwaltungssystemen und wechselnden Anforderungen von Kunden, Produkten oder Behörden zurechtkommen.
Die im E-Book beschriebenen Funktionen können die Verbindung zwischen Anwendungssoftware und Drucker vereinfachen. Weniger individuelle Anpassungen bedeuten potenziell kürzere Einführungszeiten und eine leichtere Pflege, wenn sich Etikettenformate oder Datenquellen ändern.
Zeit und Ressourcen gezielter nutzen
Ein Praxisbeispiel veranschaulicht den möglichen Effekt: Eine Etikettenänderung, die zuvor bis zu drei Stunden dauerte, wurde in fünf Minuten umgesetzt. Für Betriebe mit häufig wechselnden Kennzeichnungsanforderungen kann das die Reaktionsfähigkeit deutlich verbessern.
Auch der Materialeinsatz wird betrachtet. Eine geeignete Technologie kann den Farbbandverbrauch in passenden Anwendungen um bis zu 75 Prozent senken. Das kann Kosten reduzieren und den Umgang mit Verbrauchsmaterialien effizienter machen; der konkrete Nutzen hängt jedoch vom jeweiligen Prozess ab.
Aus Sicht von Industry 5.0 ist besonders die Zusammenarbeit von Menschen und Technik relevant. Ein leichter anpassbares Etikettiersystem ersetzt nicht die Entscheidung des Mitarbeiters, setzt sie aber schneller um. Damit wird industrielle Kennzeichnung zu einem praktischen Baustein für anpassungsfähige und ressourcenschonende Abläufe.






