DHL stärkt widerstandsfähige Lieferketten in Kolumbien
DHL Supply Chain will den kolumbianischen Logistik- und Transportanbieter Open Market übernehmen. Der Schritt vergrößert die Infrastruktur für Lieferketten, die auf kontrollierte Bedingungen, schnelle Umläufe und regionale Betriebskompetenz angewiesen sind.
Mehr Optionen für Speziallogistik
Open Market bringt 21 Lagerhäuser mit insgesamt 120.000 m², 13 Cross-Docking-Plattformen und eine eigene Transportflotte ein. Hinzu kommen Verpackungsleistungen und temperaturgeführte Prozesse. Damit kann DHL anspruchsvollere Warenströme für Pharma, Gesundheitswesen und Körperpflege unterstützen.
Open Market arbeitet außerdem für Konsumgüter, Engineering und produzierende Unternehmen. Eine größere kombinierte Plattform kann Industrieunternehmen dabei helfen, Lagerung, Konsolidierung, Umschlag und Transport stärker zu bündeln. Das erhöht nicht automatisch die Resilienz jeder Lieferkette, schafft aber zusätzliche Kapazität und Ausweichmöglichkeiten.
DHL hat zuletzt auch das Constellation Distribution Center in Cota nahe Bogotá erweitert. Die Übernahme ergänzt diese Entwicklung um weitere lokale Assets und Betriebserfahrung für komplexe Lieferketten in Kolumbien und Lateinamerika.
Lokales Wissen als Integrationsfaktor
Rund 4.100 Beschäftigte von Open Market sollen zu DHL Supply Chain wechseln. Neben den Anlagen sind ihre Marktkenntnis und Kundenbeziehungen für die Zusammenführung der Aktivitäten von Bedeutung. Der Vollzug steht noch unter dem Vorbehalt üblicher Bedingungen.
Open-Market-Vorsitzender Anibal Wadih erklärte, die Veräußerung unterstütze die Konzentration der Investitionen und Kompetenzen auf Brasilien. In der Übergangsphase sollen Kontinuität und Servicequalität gesichert werden. Open Market ist mit AGV verbunden; die kolumbianische Organisation wird Teil von DHL Supply Chain.
Für DHL ist die Transaktion Bestandteil der Strategie 2030 und folgt auf die Übernahme von Aero Cargas in Uruguay. Der Ausbau zeigt, wie regionale Logistiknetze durch die Kombination von Infrastruktur, Spezialprozessen und lokalem Personal belastbarer werden sollen.






