Sprachdigitalisierung stärkt die Widerstandsfähigkeit im Lager

Sprachdigitalisierung stärkt die Widerstandsfähigkeit im Lager

Bei der Digitalisierung von Lagerprozessen zählt nicht nur der Durchsatz. Ebenso wichtig ist, ob sich Abläufe ohne Stillstand anpassen lassen und neue Beschäftigte schnell produktiv werden. Der US-amerikanische 3PL-Anbieter States Logistics setzte dafür auf sprachgesteuerte Kommissionierung.

Das Unternehmen führte LYDIA Voice gemeinsam mit EPG und ASW Global Consulting ein. Die Lösung ist mit Infor WMS verbunden und gibt den Mitarbeitenden gesprochene Arbeitsanweisungen. Dadurch können sie Waren bewegen und sich im Lager orientieren, ohne ihre Aufmerksamkeit dauerhaft auf Papierlisten oder mobile Scanner zu richten.

Voice-directed fulfilment strengthens warehouse resilience

Automatisierung mit kontrolliertem Risiko

Große Aufträge, viele Entnahmepositionen und wechselnde Kundenanforderungen hatten die bisherigen papier- und RF-basierten Abläufe belastet. Die schwankende Verfügbarkeit von Arbeitskräften erhöhte zusätzlich den Aufwand für die Einarbeitung.

States Logistics entschied sich gegen eine abrupte Komplettumstellung. Eine kleine Gruppe begann während des laufenden Betriebs, danach kamen schrittweise weitere Teams hinzu. Bereits nach einer Woche arbeitete nahezu die gesamte Belegschaft mit der Lösung. Auch in der geräuschintensiven Lagerumgebung blieb die Spracherkennung zuverlässig, obwohl Funkgeräte und mehrere Kommissionierer gleichzeitig im selben Bereich aktiv waren.

Leistung und Anpassungsfähigkeit

Die Produktivität bei der Kartonkommissionierung stieg, die Genauigkeit verbesserte sich um 68 Prozent. Außerdem reduzierte das Unternehmen Schulungszeiten und Überstunden. Der ergonomischere Ablauf unterstützt damit nicht nur die Leistung, sondern auch die schnelle Integration neuer Mitarbeitender.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Prozessflexibilität. Workflows lassen sich anpassen, ohne die Kernlogik des WMS zu verändern oder den Betrieb zu unterbrechen. Für Logistik- und Industrieunternehmen ist dies ein Beispiel für robuste Digitalisierung: Eine gezielte Erweiterung verbessert den aktuellen Prozess und hält zugleich Raum für künftige Anforderungen offen.

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