Physical AI macht Mode-Logistik flexibler und skalierbarer
S.OLIVER GROUP erweitert die Automatisierung an ihrem Logistikstandort in Dettelbach mit einer Lösung von Nomagic. Die KI-gestützte Robotik soll die Induktion eines vielfältigen Mode-Sortiments automatisieren, darunter auch Schuhkartons.
Damit rückt eine Kernfrage der industriellen Digitalisierung in den Mittelpunkt: Wie lässt sich Automation aufrechterhalten, wenn Produkte nicht einheitlich sind? Schuhkartons galten für universelle Picking-Systeme traditionell als schwierig. Ihre Integration in einen gemeinsamen Prozess kann deshalb mehr bewirken als die Automatisierung eines einzelnen Handgriffs.
Mehr Produktvielfalt im automatisierten Materialfluss
Der Shoebox Picker von Nomagic verbindet KI-basierte Wahrnehmung mit flexibler Roboterhandhabung. Er soll Schuhkartons zusammen mit weiteren Modeartikeln verarbeiten und S.OLIVER GROUP damit ermöglichen, einen größeren Anteil des Sortiments automatisiert abzuwickeln.
Im Vordergrund stehen wiederkehrende Induktionsaufgaben. Werden sie automatisiert, kann das manuelle Handling sinken und eine skalierbarere Prozessstruktur entstehen. Diese soll das Logistiknetz auf künftige Mengensteigerungen vorbereiten. Konkrete Produktivitäts-, Energie- oder Beschäftigungsdaten wurden zu dem Projekt nicht genannt.
Industry-5.0-Perspektive auf robuste Prozesse
Kacper Nowicki, CEO und Mitgründer von Nomagic, beschreibt die Anwendung als Einsatz der Physical-AI-Plattform unter realen Logistikbedingungen. Markus Steinmann, Geschäftsführer Logistik bei S.OLIVER GROUP, ordnet die Zusammenarbeit als weiteren Schritt in die fortlaufende Automatisierungsstrategie des Unternehmens ein.
Das Unternehmen sieht besonderes Potenzial bei repetitiven Abläufen und erwartet dort Verbesserungen bei Effizienz, Flexibilität und operativer Leistungsfähigkeit. Aus Sicht anderer Industrieunternehmen liegt die Bedeutung vor allem in der Anpassungsfähigkeit: Je mehr unterschiedliche Produkte eine Automatisierung bewältigen kann, desto weniger muss der Materialfluss vorab auf wenige Standardfälle reduziert werden.
Der Dettelbacher Einsatz steht damit für eine Entwicklung weg von isolierten, streng definierten Roboteraufgaben hin zu integrierten Systemen, die mit variableren Warenströmen umgehen sollen.






