Kesko stärkt resiliente Logistik mit Cloud-WMS und KI

Kesko stärkt resiliente Logistik mit Cloud-WMS und KI

Kesko verbindet die Erneuerung seines Lagerverwaltungssystems mit einer umfassenderen Strategie für resilientere Lieferketten. Der finnische Handelskonzern hat Manhattan Active Warehouse für sein Lebensmittelgeschäft ausgewählt und ersetzt damit eine ältere WMS-Lösung. Die cloudnative Plattform soll zugleich agentenbasierte künstliche Intelligenz in die Lagerausführung bringen.

Die erste Phase umfasst fünf Distributionszentren. Zum weiteren Plan gehören ein neuer Greenfield-Standort für 2029–2030 sowie mehrere Terminal-Hubs. Anstelle seltener, umfangreicher Systemwechsel strebt Kesko eine technische Grundlage an, die kontinuierlich erweitert werden kann.

KI-Unterstützung dort, wo Arbeit ausgeführt wird

Vorgesehen ist der Einsatz der Agenten Wave Coordinator, Labour und Warehouse Associate. Für zusätzliche Wareneingangsprozesse prüft Kesko speziell entwickelte Agenten mit Manhattan Agent Foundry. Die Werkzeuge sollen aktuelle Betriebssignale nutzbar machen und bei der Koordination von Aufgaben, Warenströmen und Kapazitäten helfen.

Damit rückt KI näher an die operative Ausführung. Sie kann Abweichungen schneller sichtbar machen und Beschäftigte bei der Wahl geeigneter Maßnahmen unterstützen. Entscheidend bleibt, dass Teams die Kontrolle über Entscheidungen behalten und lokale Betriebsbedingungen berücksichtigen können. Für Industrieunternehmen ist diese Verbindung aus Automatisierung und menschlicher Handlungsfähigkeit besonders relevant.

Eine Plattform für wachsende Anforderungen

Kesko’s Lebensmittelgeschäft mit K-food-Märkten und Kespro erzielte 2025 einen Nettoumsatz von 6,5 Milliarden Euro und einen vergleichbaren Betriebsgewinn von 418 Millionen Euro. In einem Netzwerk dieser Größenordnung können unvollständige oder verspätete Lieferungen die Kundenbindung unmittelbar beeinträchtigen.

Für das Lebensmittelgeschäft von Kesko ist das neue WMS daher mehr als ein IT-Projekt. Cloud-Infrastruktur, agentenbasierte KI und bessere Unterstützung der Mitarbeitenden sollen gemeinsam helfen, das Netzwerk an veränderte Anforderungen anzupassen. Das Vorhaben zeigt, wie digitale Lagertechnik Automatisierung, Resilienz und menschliche Kontrolle verbinden kann.

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