FIATA und SIL 2027: Barcelona setzt auf robuste Lieferketten
Barcelona wird im Juni 2027 Schauplatz eines gemeinsamen Logistikprogramms. Das FIATA-REU Field Meeting findet vom 9. bis 11. Juni parallel zur SIL Barcelona statt. Zusammengeführt werden Spediteure, Logistikdienstleister, Cargo-Agenten, Verlader, Häfen, Flughäfen und weitere Akteure globaler Lieferketten.
Das Consorci de la Zona Franca de Barcelona (CZFB) sicherte sich die Ausrichtung. FIATA-Generaldirektor Stéphane Graber gab die Auswahl Barcelonas beim Weltkongress 2026 in Mailand bekannt, der im Zeichen des 100-jährigen Bestehens der Organisation stand.
Digitale Grundlagen für belastbare Abläufe
Für Industrieunternehmen ist die Veranstaltung vor allem wegen der behandelten Grundlagen relevant. FIATA arbeitet an Regeln für den internationalen Güterverkehr, Dokumenten, Schulungen und der Digitalisierung logistischer Prozesse. Einheitlichere Standards und bessere Datenflüsse können die Abstimmung von Versand, Compliance und Transportpartnern über Ländergrenzen hinweg erleichtern.
Das gemeinsame Format soll außerdem Gespräche über Verbindungen zwischen Europa, dem Mittelmeerraum, Afrika, Asien und Lateinamerika fördern. Wenn Verkehrsunternehmen, Infrastrukturanbieter und industrielle Verlader zusammenkommen, können sie Ansätze für flexiblere und widerstandsfähigere Netzwerke vergleichen. Konkrete Technologieprodukte oder ein detailliertes Innovationsprogramm nennt das Ausgangsmaterial nicht; bestätigt wird jedoch die strategische Bedeutung von Digitalisierung und Supply-Chain-Management für FIATA.
CZFB-Präsident Pere Navarro bezeichnete die Entscheidung als Anerkennung des Logistikstandorts Barcelona. Generaldirektorin Blanca Sorigué erwartet zusätzliche Fachkompetenz, Talente und internationale Kontakte sowie mehr Sichtbarkeit für die Innovationskraft des regionalen Ökosystems.
Internationale Reichweite
FIATA wurde 1926 in Wien gegründet und hat ihren Sitz in Genf. Der Verband vereint 106 nationale Organisationen aus fast 150 Ländern, vertritt über 50.000 Unternehmen und zählt mehr als 4.700 Einzelmitglieder. Er arbeitet unter anderem mit WTO und IATA zusammen.
Barcelona will mit der Doppelveranstaltung seine Funktion als Logistikdrehscheibe Südeuropas und als Verbindung zu globalen Märkten weiter ausbauen.






