Euroports: Investition stärkt resiliente Industrielogistik
A.P. Moller Capital hat eine verbindliche Vereinbarung zum Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der Euroports Group unterzeichnet. Der Kauf erfolgt über ein separat verwaltetes Fondsvehikel. SFPIM und PMV bleiben beteiligt. Für den Vollzug sind noch übliche Bedingungen, darunter behördliche und weitere Zustimmungen Dritter, zu erfüllen.
Euroports betreibt mehr als 50 See- und Binnenhafenterminals in zehn europäischen Ländern sowie in China. Jährlich werden über 70 Millionen Tonnen Schüttgut, Stückgut und Flüssigladung umgeschlagen. Zu den Gütern gehören Düngemittel, Agrarrohstoffe, Zucker, Obst, Forstprodukte, Metalle und Mineralien. Die Gruppe beschäftigt rund 3.000 Menschen.
Versorgungssicherheit für Industrie und Lebensmittelwirtschaft
Die Beteiligung rückt eine Infrastruktur in den Mittelpunkt, die nicht-containerisierte Warenströme abwickelt. Diese Terminals versorgen industrielle Produktion, Lebensmittelketten und den Handel mit wichtigen Rohstoffen. Ein breites Netz kann Unternehmen mehr Ausweichmöglichkeiten und Stabilität bieten, wenn sich Routen oder verfügbare Kapazitäten verändern.
Die Anteilseigner wollen den Ausbau der Euroports-Präsenz, zusätzliche Kunden und höhere Mengen unterstützen. Management, Governance und strategische Ausrichtung sollen bestehen bleiben. Konkrete Automatisierungs- oder Digitalisierungsprojekte wurden nicht angekündigt. Die Plattform kann jedoch künftig als Grundlage für Investitionen in Umschlageffizienz, Transparenz und zuverlässigere Abläufe dienen.
Spedition bleibt eigenständig
Zur Gruppe gehört Manuport Logistics, ein unabhängiger Spediteur mit Aktivitäten in mehr als 20 Ländern. Das Unternehmen wird weiterhin unter seiner eigenen Marke arbeiten und seinen Wachstumsplan verfolgen.
Für A.P. Moller Capital ist die Transaktion ein weiterer Schritt im europäischen Transport- und Logistikinfrastrukturgeschäft. Zuvor hatte der Investor in die spanische Hafen- und Logistikgesellschaft BERGÉ Logistics investiert.






