Elektro-RMG-Krane stärken die Intermodalfähigkeit von Baltic Hub

Elektro-RMG-Krane stärken die Intermodalfähigkeit von Baltic Hub

Für widerstandsfähige industrielle Lieferketten ist es entscheidend, zwischen mehreren Verkehrsträgern wechseln zu können. Der Baltic Hub in Danzig erweitert deshalb seine Bahnanbindung um zwei elektrische schienengebundene Portalkrane. Nach der Inbetriebnahme soll die jährliche Umschlagkapazität der Bahnanlage 1,2 Millionen TEU erreichen.

Die neuen Anlagen ergänzen den Bestand auf insgesamt sechs RMG-Krane für den Bahnbetrieb. Das Terminal verfügt über sieben Gleise mit jeweils 750 Metern Länge, insgesamt 5,25 Kilometer. Die zusätzliche Hebetechnik soll helfen, die vorhandene Schieneninfrastruktur für Containerströme zwischen Schiff, Zug und Inland effizienter zu nutzen.

Automatisierte Erfassung an der Schnittstelle

Eine optische Zeichenerkennung liest die Containernummern automatisch ein. Ein Kollisionsschutz, elf Kameras und fein steuerbare Spreader-Bewegungen unterstützen die Bediener bei der Positionierung und im laufenden Umschlag. Notbremsen für die Winden ergänzen die Sicherheitsausstattung.

Die Stahlkonstruktionen wurden größtenteils in Polen hergestellt, während die Endmontage am Terminal stattfand. Damit verbindet das Projekt technische Modernisierung mit regionaler Fertigung und einer Installation vor Ort.

Mehr Optionen für industrielle Transporte

Der Baltic Hub fertigt derzeit fast 800 Züge pro Monat ab. Die Verbindungen erschließen von Polen aus unter anderem Tschechien, die Slowakei, Ungarn und die Ukraine. Für Verlader und Logistikdienstleister kann die höhere Kapazität zusätzliche Optionen für längere Containertransporte schaffen, die nicht ausschließlich auf Lkw angewiesen sind.

Der elektrische Betrieb unterstützt zugleich einen emissionsärmeren Terminalprozess. Die Wirkung der Investition ergibt sich damit aus dem Zusammenspiel von Elektrifizierung, digitaler Unterstützung und Schienenanschluss. Für Industrieunternehmen kann ein solches System die Flexibilität und Robustheit regionaler Lieferketten verbessern.

Weitere Projektdetails sind bei intermodalnews.eu verfügbar.

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