EAC 212a als Plattform für skalierbare Palettenautomation
Jungheinrich erweitert seine Automatisierungsplattform um den autonomen mobilen Roboter EAC 212a. Das auf der LogiMAT 2026 vorgestellte Fahrzeug automatisiert den Palettentransport und nutzt eine integrierte Hubfunktion, um verschiedene Bereiche eines industriellen Materialflusses miteinander zu verbinden.
Der Einsatz reicht vom Wareneingang über Lager und Produktion bis zum Versand. Der Roboter kann Boden- und Blocklager, Fahrgassen, Fördertechnik, automatisierte Lager- und Bereitstellungssysteme sowie Produktions- und Verpackungseinrichtungen anbinden. Damit richtet sich die Lösung an Unternehmen, die vorhandene Prozessinseln schrittweise zu einem durchgängigen Ablauf verbinden wollen.
Skalierung ohne vollständigen Systemwechsel
Jungheinrich setzt auf eine niedrige Einstiegshürde. In vielen Anwendungen sollen keine umfangreichen Infrastrukturmaßnahmen nötig sein. Ein Unternehmen kann mit einem einzelnen Fahrzeug und einem klar abgegrenzten Prozess beginnen. Weitere Roboter, Bereiche und Schnittstellen zu übergeordneten Automatisierungssystemen lassen sich später ergänzen.
Dieses Vorgehen unterstützt eine kontrollierte Investitionsstrategie und schont bestehende Anlagen. Gleichzeitig können Betriebe die Auswirkungen im Live-Betrieb prüfen, bevor sie die Automatisierung ausweiten. Demonstrations- und Try-and-buy-Ansätze sollen diese praktische Bewertung erleichtern.
Software als Grundlage für resiliente Abläufe
Der EAC 212a übernimmt Funktionen aus der Entwicklung des EAE 212a. Dazu zählen automatisches Ein- und Auslagern im Blocklager, eine intelligente Verwaltung von Palettenpositionen, höhere Umschlaggeschwindigkeiten und autonome Wiederanlauffunktionen bei bestimmten Störungen.
Die moderne Softwarearchitektur ist zudem für eine spätere Erweiterung um Physical AI ausgelegt. Jungheinrich nennt kamerabasierte Erkennung und die Handhabung verschiedener Ladungsträger als mögliche Anwendungen. Eine solche Erweiterbarkeit kann Unternehmen helfen, ihre Automatisierung an wechselnde Lasten und Prozesse anzupassen, ohne die gesamte Grundlösung neu aufzubauen.
Frederik Brantner, Vice President Robotics bei Jungheinrich, zufolge konzentriert sich das Kundeninteresse besonders auf einfache Integration und vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Der EAC 212a verbindet damit eine konkrete Palettenanwendung mit einem Entwicklungspfad zu einem stärker vernetzten und anpassungsfähigen Materialfluss.






