DP World verbindet Hafenausbau mit elektrischer Umschlagtechnik
Mehr Hafenkapazität entsteht nicht allein durch neue Liegeplätze. Entscheidend ist auch die Technik, die den zusätzlichen Raum produktiv nutzbar macht. DP World verbindet deshalb vier leistungsfähige Kaikrane mit elektrischer Infrastruktur in London Gateway und Southampton.
Zwei Krane sind bereits aus Shanghai in London Gateway eingetroffen. Jede Anlage ist knapp 150 Meter hoch und wiegt mehr als 2.000 Tonnen. Sie werden am neuen vollelektrischen Liegeplatz 5 eingesetzt, der 2027 in Betrieb gehen soll. Der Liegeplatz gehört zu einem Ausbauprogramm von 1 Milliarde Pfund. Es umfasst außerdem zwei zusätzliche elektrische Liegeplätze und ein zweites Bahnterminal; für Berth 5 sind zwei weitere Krane vorgesehen.
Mehr Umschlag pro Schiffsanlauf
Die Anlagen können zwei 40-Fuß-Container im Tandem heben. Damit sind sie für die Abfertigung von Schiffen mit bis zu 24.000 TEU ausgelegt. Southampton erhält nach der Lieferung zweier Krane im Juni ein weiteres Paar. Die Kranflotte des Terminals wächst dadurch auf 16 Einheiten; insgesamt investiert DP World in die vier diesjährigen Krane für Southampton 60 Millionen Pfund.
Für industrielle Lieferketten ist die zusätzliche Leistung ein Resilienzfaktor. Mehr Umschlagkapazität kann Engpässe in Spitzenzeiten abfedern, Fahrpläne verlässlicher machen und Unternehmen mehr Spielraum bei der Wahl internationaler Transportwege geben.
Elektrifizierung und multimodale Anbindung
DP World erwartet, dass London Gateway vor Ende des Jahrzehnts zum größten Containerhafen Großbritanniens wird. Southampton bleibt ein zentraler Zugang zu Märkten in Asien, im Nahen Osten und in Amerika.
Nach Angaben des Betreibers unterstützen London Gateway und der Logistikpark 10.500 Arbeitsplätze und leisten einen Beitrag von 799 Millionen Pfund zum britischen Bruttoinlandsprodukt. Beide britischen DP-World-Standorte wickeln 46 % des Containerhandels des Landes ab.
Elektrische Krane sind kein vollständiges Klimakonzept, aber ein messbarer Baustein auf dem Weg dorthin. Die Ausstattung unterstützt die Netto-Null-Ambition der Port of London Authority und verbindet Kapazitätswachstum mit Bahnanschluss und emissionsärmerem Betrieb.






